Toralf Tepelmann

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„Medienbildung an Schulen mangelhaft“

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Auch wenn die „Medienbildung an Schulen mangelhaft“ erscheint, die „Heuchelei des Bildungsministers hingegen ist ausgezeichnet“!

Im Artikel der Schweriner Volkszeitung vom 05. Juli 2014 findet sich die Aussage, dass die Schulen der Zeit hinterher hinken, näher an der Wahrheit ist, dass es den Schülern nicht erlaubt ist die neuen technischen Möglichkeiten im Unterricht zu nutzen.

Ich hatte Mathias Brodkorb in einer E-Mail vom 06. Mai 2014 gebeten mir zu erklären, warum  es in Mecklenburg-Vorpommern nicht erlaubt sei digitale Schulbücher im Unterricht zu verwenden. Nach zwei Monaten, erhielt ich am 07. Juli 2014 folgende Antwort, „Aus pädagogischen Gründen erscheint derzeit eine individuelle Freigabe der Benutzung elektronischer Schulbücher im Unterricht nicht zweckmäßig. […] Daneben wären zahlreiche organisatorische und Haftungsfragen zu klären.“

Nun sollte auch das Bildungsministerium wissen, dass nahezu alle Schulbuchverlage die von Ihnen vertriebenen Schulbücher in Papierform bereits als sogenannte E-Books zum Kauf anbieten, welcher pädagogische Grund gegen inhaltlich identische Bücher spricht, erschließt sich mir nicht. Ebenso wie die organisatorische Frage, da es den Eltern obliegt die vorgeschriebenen Schulbücher zu kaufen oder ggf. auszuleihen. Wer außer den Eltern haftet denn bisher für die in der Schule oder auf dem Weg dorthin verloren gehenden Sachen und Schulbücher? Auf keinen Fall der Schulträger oder das Bildungsministerium.

Im Artikel wird der Bildungsminister wie folgt zitiert „Änderungen bedürften aber gravierender Eingriffe in die Lehrpläne.“ und das obwohl sich das Schulbuch in Papier- oder elektronischer Form inhaltlich nicht unterscheiden? Abgesehen davon das man in dem elektronischen Schulbuch Texte markieren, Lesezeichen hinterlegen oder Notizen hinzufügen kann, gibt es wohl nur einen Unterschied, der E-Book-Reader oder das Tablet benötigen unter Umständen eine Steckdose um den Akku aufzuladen.

„Digitale Schulbücher“ ist eine herstellerunabhängige offene Lösung und gibt Schülern und Lehrern weder ein einzelnes Endgerät noch ein bestimmtes Betriebssystem vor. Das digitale Buchregal enthält die Bücher aller beteiligten Verlage in einem einheitlichen Format und die Software ist sowohl auf Windows als auch auf Mac-Rechnern lauffähig und auch als App für das iPad und Android-Tablets erhältlich. „Digitale Schulbücher“ liegt in einer Online- und einer Offline-Version vor. Beide Versionen sind identisch und können miteinander synchronisiert werden. Schüler und Lehrer können so zum Beispiel „Digitale Schulbücher“ in der Schule offline nutzen und dann zu Hause über www.digitale-schulbuecher.de online auf die Bücher zugreifen. Die Software gleicht automatisch alle gespeicherten Notizen, Zeichnungen, Lesezeichen oder Markierungen ab.

Die Aussage des Bildungsministers „Wer nicht richtig rechnen, schreiben und lesen kann, dem hilft auch Facebook nicht weiter.“ zeigt, dass es noch viel zu lernen gibt! Auch für Ihn „Wer nicht logisch denken kann, dem hilft auch Google nicht weiter“.

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